Tagebuch 27.08.2008

Veröffentlicht auf von Bright

Heute morgen rückwirkend zum 27.08.2008 keine Urinfunde:

a) im Bad (Fensterbank, unter dem Wäschekorb, neben der Tür)
b) Flur oben am FAX-Schränkchen
c) Flur EG (Haustür rechts, Haustür links, Schuhregal, Gäste-WC, Küchentür, Wohnzimmertür)
d) Wohnzimmer (Gaskamin, hinterm Sofa (nur Riechtest), Esstisch, Fensterbank)
e) Keller (Trockenfutterkeller, Kinokeller, Durchgangskeller)

Ihr seht, was ich alles regelmäßig absuche. so könnt ihr euch vielleicht einen Überblick schaffen, wie sehr mich das Leben mit einer unsauberen Bright belastet, wie viel Zeit das ganze in Anspruch nimmt, wie viel Nerven dass kostet.

Vielleicht erkennt ihr auch, wie sehr ich auf dem Zahnfleisch gehe, wenn ich sage, ich wäre ja schon so froh, wenn sie "nur" alle 5 Tage an "nur" 3 mir bekannte Stellen uriniert, die ich leicht säubern kann.

Bei vielen anderen flöge eine unsaubere Katze auch dann schon raus.

UND, ich muss immer mit der Gewissheit leben, dass diese von mir abgesuchten Stellen nicht die einzigen sind. Die anderen kenne ich einfach nicht, bzw. ich kann nicht ständig vor meinem Sofa auf die Knie gehen und riechen, ob sie wieder auf den Teppich vor meinem Sofa uriniert hat. Oder vor die Heizung im Wohnzimmer, oder auf sämtliche Sofalehnen. Ich kann und darf keine Kleidung von mir ins Wohnzimmer hängen, weil sie sofort dagegen uriniert.


Gestern war sie aus irgendeinem Grund eingeschnappt. Zuerst taucht Ringelschwanz wieder mal auf. Seymour geht wie eine Rakete auf 390, mit Katergeschrei und dickem Schwanz, samt allem, was dazugehört. Bright regt sich zwar auch auf, ABER nicht so wie Seymour. Da war das Auftauchen von Herrn Nachbarn für die eine andere Hausnummer. Bei ihm regte sich dann Seymour nicht auf.

Dann irgendwann, ich hatte was im Garten zu tun, hatte Bright und Seymour im Haus eingesperrt, das Freigehege offen, erscheint Ringelschwanz im Gehege. Ich das zugemacht, und sie zum 2. Mal den beiden Katzen ausgesetzt, die sie aber 10 Minuten lang einfach übersehen.

Zum Schluss habe ich Ringelschwanz dann auf den Arm genommen und bei der Haustür rausgelassen. Ich hoffe, sie kommt nun die nächsten Tage nicht wieder, denn sie provoziert Streit zwischen Bright und Seymour, ganz einfach dadurch, dass die beiden Katzen frustriert sind, dass sie nicht an Ringelschwanz rankommen und sie sie nicht vertreiben können. Diese Ohnmacht macht die beiden, aber vor allem Seymour, sehr agressiv, weil sie frustriert sind.

Von daher ist es schon ein sehr großes Wunder, dass ich heute vor allem vor der Haustür keinen Urin fand.

Seymour hockt im Freigehege ständig in einer Ecke und bewacht den Teil des restlichen Gartens, aus dem Ringelschwanz ständig kommt.

Ich habe es schon versucht, diese Katze zu vertreiben, Wasser, Geschrei und Hinterherlaufen, klappten einfach nicht. Ich hatte sogar schon mal Bright an der Leine zu ihr gebracht und Ringelschwanz kassierte Prügel von Missus, obwohl diese an der Leine war und mit 3,4 kg nicht gerade zu den größten Katzen gehört. Ringelschwanz dürfte ca. 4,2 - 4,3 kg wiegen. Herr Nachbar, der damals noch hier war, folgte Bright gaaaaaaaanz langsam und gaaaaaaaaaanz vorsichtig, schauend, ob Missus nun Prügel einsteckt. Um so erstaunter wirkte er, als seine Feindin Nr. 2 von Feindin Nr. 1 verprügelt wurde. Als er sich dann ins Geschehen einmischen wollte, wurde er gleichfalls von Bright verprügelt.

Am Freitag kommt dann die Tierpsychologin. Wir schauen uns nochmals genau an, welche neuen Erkenntnisse wir nach Herrn Nachbars Auszug gewonnen haben.

In dem Jahr, wo Herr Nachbar hier einzog, wurde sie jeden Monat dieser 12 Monate krank. Was sie alles hatte, hatte ich hier schon mal aufgeführt. Herr Nachbar ist nun seit einem knappen Monat in seinem neuen Zuhause. Wir werden also nun langsam aber sicher merken, ob Bright's Gesundheitszustand sich verbessern wird. Letzten Freitag bekamen wir die Rechnung aus der Tierklinik. Seit Mitte April dieses Jahres, wo sie für 10 Tage in die Tierklinik musste, weil sie eine Nierenentzündung hatte, bis heute, durfte ich knappe 558,-- EUR zahlen. Dazu kommen noch die "normalen" Tierarztkosten, die ich noch dazwischen hatte.

Auch die Tierpsychologin meint, ich sollte Bright zunächst nicht mehr in die Tierklinik bringen, wenn es nicht unumgänglich wäre. Zum Glück zeigten sich die letzten Tage keine Anzeichen mehr, sie hustete nicht, bekam auch keine Erstickungsanfälle usw. Auch sabbert sie nicht mehr, so scheint das mit ihrer Zunge zurückgegangen zu sein. Nur, sie frisst z. Zt. kaum mehr verdünntes Nassfutter, bzw. eigentlich nur noch Trockenfutter. Das ist mies, da sie viel zu wenig trinkt und sich dass sofort auf ihren PH-Wert niederschlägt. Der schwankt schon zwischen 5 und 9 - 10. Bei ihrer Nierenentzündung hatte sie einen PH Wert von 10. Also ist Trinken mehr als wichtig für sie.

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Veröffentlicht in Tagebuch einer unsauberen Katze

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