Tagebuch 16.09.2008

Veröffentlicht auf von Bright

Als ich gestern um 23.30 Uhr ins Bett ging, war alles ok. Da die Nächte kalt sind, lasse ich die Terrassentür nicht mehr auf, dass sie rein und raus können, wie sie wollen. Das wird wohl zum Problem werden. Nur hier in einem gemieteten Haus kann ich nicht so ohne weiteres eine Katzenklappe für 700,-- EUR in die Terrassentür einbauen. Vor allem müsste die in 8 Monaten wieder gegen eine normale Tür ersetzt werden.

Dann heute morgen im Bad. Ein Handtuch wurde auf den Boden gezerrt. Seymour riecht daran, Urin.

Dann im Hausflur - eine große Menge frischen Urins an der üblichen Wand vor der Haustür. PH Wert 6, kein Blut, alles ok.

Jetzt habe ich die 2 erst einmal ins Freigehege geschmissen.

 

Als ich gestern ins Bett ging, hatte Bright es sich gerade bequem auf meinen Beinen gemacht und war gar nicht davon angetan, runtergeschmissen zu werden.

 

Dann heute morgen um 06.30 Uhr hörte Missus, dass ich wach wurde und schrie um Einlass in das Schlafzimmer. Nur, sie pinkelt dort ja auch meine Klamotten an. Laut dem Tierheim von dem ich sie habe, macht sie dass, weil sie protestiert und raus will. Tja, dem schliesse ich mich nicht an. Wenn die die Urinseen vor der Haustür darauf schöben, stimmte ich zu.

Das Tierheim erklärt mir auch genau, dass Bright bei ihnen eine fast 0 %-ige Vermittlungschance hätte. Sie sind übervoll, auch mit unkomplizierten Katzen, die auch wunderschön und niedlich, süß, lieb und menschenbezogen sind. Also stünden die Chancen für Missus mehr als schlecht. Käme sie ins Tierheim, könnte man dort auch nicht nachprüfen, ob sie dort sauber wird.

Was also mit ihr tun? So weiterleben? Ihr Freigang gewähren, auch mit dem Risiko, dass sie immer noch unsauber bleibt? Vor allem, ich fühle mich dann wie eine Mörderin, wenn sie wirklich in 2 Tagen überfahren wird, weil es ohne sie ganz einfach einfacher wird.



Zusammenfassung:

1. Seymour riecht um 06.50 Uhr an einem Handtuch, welches auf dem Boden im Bad liegt. Ich rieche auch. Uringeruch.

2. Urinfund 07.00 Uhr an der rechten Flurwand vor der Haustür. Urinmenge hoch, PH Wert 6, kein Blut usw. Urin klar und stinkt nicht.

3. Bright wird um 10.00 Uhr in die Freiheit entlassen. Dabei Urinfund unter der Haustür. Wie alt? Keine Ahnung. Wird sauber gemacht.

4. Bright ist von ca. 10.00 Uhr - 16.00 Uhr meistens draussen. An die 4 x kommt sie rein, bleibt aber nur kurz. Als sie um 16.00 Uhr wieder rein kommt, sehe ich an der linken Flurwand vor der Haustür orangefarbene Tropfen auf dem Boden. Bright geht hin und riecht. Ich packe hin. Urin noch feucht, dass er an meinen Fingern kleben bleibt. Er ist orange und stinkt fürchterlich.

5. Bright riecht an der Gardine in meinem Arbeitszimmer. Dort ist eine Fensterliege, auf der Seymour meistens liegt. Es stinkt nach Urin.


Super, 5 Urinfunde an einem Tag. Wer kann das überbieten?

Ich selbst. 6 Urinfunde an einem Tag,

6. denn gestern abend waren beide im Keller. Als ich runter ging, roch Seymour gerade am Wäschekorb im Keller. Es war noch frischer Urin auf dem Boden und der Wäschekorb war feucht.

Dann habe ich hier klaren Urin, der wenig stinkt und braun/orangefarbenen, der wie Hulle stinkt. Ich habe Urin, den ich finde, weil Bright daran riecht und welchen, weil Seymour daran riecht.

WAS ist hier nur los?

Ach ja, Herrchen war und ist nicht begeistert, dass ich Bright rausgelassen habe: dann jammere mir nicht die Ohren voll, wenn Du sie tot auf der Straße findest.

Problem ist ja, dass hier 5 Gärten weiter die Ortsausgangsstraße / Hauptstraße ist. Also stark befahren mit Tempo 100.

Tierpsychologin ist auch sauer auf mich, weil ich gefragt habe, ob sie überhaupt noch einen Ansatz weiß.

Ich gebe Bright und Seymour ab und hole mir einen Hund. Die mag ich eigentlich eh lieber. Ich habe die Schnauze voll. So was von voll.

Dann liegen Bright und Seymour friedlich zusammen auf dem Strandkorb und schlafen. Ein Wunder!

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Veröffentlicht in Tagebuch einer unsauberen Katze

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